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Google Consent Mode v2 erklärt

Was Google Consent Mode v2 ist, wer ihn braucht, was die vier Signale bedeuten und worin sich Basis- und erweiterter Modus unterscheiden, mit Blick auf die Rechtslage in Deutschland.

Zuletzt geprüft am 13 Oktober 2026

Kurz gesagt

  • Wer Google Ads oder Google Analytics für Besucher aus dem EWR nutzt, braucht Consent Mode v2, sonst fehlen Remarketing und Messdaten.
  • Consent Mode gibt die Entscheidung aus Ihrem Cookie-Banner an Google weiter. Er ersetzt das Banner nicht.
  • Es gibt vier Signale: ad_storage, analytics_storage, ad_user_data und ad_personalization.
  • Im Basismodus werden Googles Tags erst nach der Einwilligung geladen. Das ist in Deutschland die vorsichtigere Wahl.

Was ist Google Consent Mode v2?

Google Consent Mode ist eine Schnittstelle zwischen Ihrem Cookie-Banner und den Tags von Google, etwa Google Ads, Google Analytics oder Floodlight. Das Banner teilt Google mit, wofür ein Besucher eingewilligt hat, und die Tags richten sich danach: Mit Einwilligung arbeiten sie normal, ohne Einwilligung speichern sie keine Werbe- oder Analyse-Cookies.

Version 2 hat Google Ende 2023 eingeführt. Sie ergänzt zwei Signale: ob Nutzerdaten für Werbezwecke an Google gesendet werden dürfen und ob Werbung personalisiert werden darf. Google begründet das mit der Durchsetzung seiner Richtlinie zur Einwilligung von Nutzern in der EU (EU User Consent Policy).

Wer braucht ihn?

Sie brauchen Consent Mode v2, wenn Sie Besucher aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen) haben und

  • mit Google Ads werben und Conversions messen oder Remarketing nutzen,
  • Google Analytics 4 nutzen und die Daten mit Google Ads verknüpfen,
  • Floodlight oder andere Google-Marketing-Tags einsetzen.

Seit März 2024 berücksichtigt Google Besucher aus dem EWR ohne die neuen Signale nicht mehr in Remarketing-Listen und Zielgruppen für personalisierte Werbung. Google verlangt die Signale inzwischen auch für das Vereinigte Königreich und die Schweiz.

Nutzen Sie keinen Google-Dienst für Werbung oder Statistik, brauchen Sie Consent Mode nicht.

Die vier Signale

Signal Wofür Gehört zur Kategorie
ad_storage Speicherung für Werbung, z. B. Cookies Marketing
analytics_storage Speicherung für Analyse, z. B. Besuchsdauer Statistik
ad_user_data Senden von Nutzerdaten an Google für Werbung Marketing
ad_personalization Personalisierte Werbung und Remarketing Marketing

Bevor der Besucher entscheidet, stehen alle vier auf „denied“. Erst nach der Einwilligung wechseln die Signale der gewählten Kategorie auf „granted“. Der Standardstatus muss gesetzt sein, bevor die Google-Tags Daten senden.

Basismodus oder erweiterter Modus?

  • Basismodus: Die Google-Tags werden erst geladen, wenn der Besucher im Banner eine Entscheidung trifft. Ohne Einwilligung geht nach Google-Angaben gar nichts an Google, nicht einmal der Einwilligungsstatus. Fehlende Conversions modelliert Google mit einem allgemeinen Modell.
  • Erweiterter Modus: Die Tags laden sofort und setzen den Standardstatus. Ohne Einwilligung senden sie cookielose Signale an Google, mit denen Google ein genaueres, kontospezifisches Modell berechnet.

Der erweiterte Modus liefert mehr Messdaten, aber er sendet auch ohne Einwilligung Informationen an Google. In Deutschland ist dabei § 25 TDDDG zu beachten: Er erfasst jeden Zugriff auf das Endgerät, der nicht unbedingt erforderlich ist, auch ohne Cookies. Die Datenschutzkonferenz legt diese Ausnahme eng aus. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt den Basismodus.

Und IAB TCF?

Google Consent Mode v2 ist etwas anderes als das Transparency & Consent Framework (TCF) von IAB Europe. Consent Mode brauchen Sie, wenn Sie mit Google Ads werben oder mit Google Analytics messen; TCF nur, wenn Sie selbst Werbeflächen auf Ihrer Website verkaufen. Mehr dazu lesen Sie in IAB TCF: Wer braucht es?

So richten Sie ihn ein

  1. Wählen Sie ein Cookie-Banner, das Consent Mode v2 unterstützt. Es setzt den Standardstatus auf „denied“, bevor Googles Tags Daten senden, und aktualisiert die Signale nach der Entscheidung.
  2. Verknüpfen Sie die Kategorien: Statistik mit analytics_storage, Marketing mit ad_storage, ad_user_data und ad_personalization.
  3. Nutzen Sie Google Tag Manager? Lassen Sie das Banner in einem eigenen Tag als Erstes laden und stellen Sie bei den Google-Tags die Einwilligungsprüfung ein. Beachten Sie: Das VG Hannover hat im März 2025 erstinstanzlich entschieden, dass der Einsatz des Google Tag Managers selbst einwilligungsbedürftig ist. Lassen Sie Ihre Konfiguration im Zweifel prüfen.
  4. Entscheiden Sie sich für Basis- oder erweiterten Modus (siehe oben).
  5. Prüfen Sie das Ergebnis mit Google Tag Assistant.

Mit Cookie Confirm sind die Schritte 1 bis 3 erledigt: Das Banner setzt den Standardstatus, verknüpft die Kategorien mit den vier Signalen und funktioniert mit unserer Google-Tag-Manager-Vorlage. Lieber nicht selbst einrichten? Unser kostenloser Setup-Service übernimmt das für Sie. Was Sie für die Einwilligung selbst beachten müssen, steht in Cookie-Banner-Pflicht in Deutschland.

Quellen

Häufige Fragen

Ist Google Consent Mode v2 gesetzlich vorgeschrieben?

Nein. Er ist eine Vorgabe von Google, keine gesetzliche Pflicht. Google setzt damit seine Richtlinie zur Einwilligung von Nutzern in der EU durch. Ohne die Signale ad_user_data und ad_personalization können Sie Besucher aus dem EWR seit März 2024 nicht mehr für Remarketing und personalisierte Werbung nutzen.

Ersetzt Consent Mode v2 mein Cookie-Banner?

Nein. Die Einwilligung holen Sie nach § 25 TDDDG und DSGVO über Ihr Cookie-Banner ein. Consent Mode übermittelt diese Entscheidung nur an die Tags von Google. Sie brauchen beides.

Darf ich in Deutschland den erweiterten Modus nutzen?

Das ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Im erweiterten Modus laden Googles Tags schon vor der Entscheidung und senden ohne Einwilligung cookielose Signale an Google. Weil § 25 TDDDG jeden nicht unbedingt erforderlichen Zugriff auf das Endgerät erfasst und die Aufsichtsbehörden die Ausnahmen eng auslegen, ist der Basismodus die vorsichtigere Wahl.

Wie prüfe ich, ob Consent Mode v2 funktioniert?

Öffnen Sie Ihre Website mit Google Tag Assistant und sehen Sie sich bei einem Tag die Registerkarte „Consent“ an: Dort stehen der Standardstatus und der Status nach der Entscheidung. In Google Ads und Google Analytics sehen Sie außerdem, ob Einwilligungssignale ankommen.

Unterstützt Cookie Confirm Google Consent Mode v2?

Ja. Cookie Confirm übergibt die Entscheidung Ihrer Besucher automatisch mit allen vier Signalen an Google Consent Mode v2, auch über unsere Vorlage für den Google Tag Manager.

Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Wir prüfen ihn regelmäßig, aber Gesetze und Leitlinien ändern sich. Unsicher, was für Sie gilt? Fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt.

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